Seifenblasen... 

Beschreibung


Eine Entdeckung der Möglichkeit zum Schreiben von "Zettelchen" für mich und andere
.....

"A blog a day keeps the blogger to stay." ^^ (Tamaro)

29.05.2019

Nacharbeit, Justierungen und Dithern nur in der Endproduktion

Heute habe ich damit begonnen, das Mixing-Projekt des Klavierstücks noch einmal neu anzugehen.

Zu Beginn war ich immer davon ausgegangen, dass ich das Mixing in Reason mache und das Mastering in Studio One.

Mir war jetzt im Projekt von Studio One erst aufgefallen, dass ich die Klavierspur bereits mit PlugIns bearbeitet und im Klang verbessert hatte.
Das hat nun den Nachteil, dass ich in Studio One diesen Track nicht mehr vernünftig im Klang verbessern kann, weil ich nicht genau erkennen kann, was an aufbereiteter Vor­gabe und was an nachträglichen PlugIns im Verhältnis zur ursprünglichen Ori­gi­nal­auf­nahme verändert/verbessert wurde.

Also habe ich mich entschieden, die Originalaufnahme in Studio One zu verwenden.
Dazu musste ich die Klavierspur im Reason-Projekt mit der Originalaufnahme belegen und neu exportieren.

Danach musste ich allerdings die Tempo-Automationsspur bei einer Reihe von Takten nachjustieren.
Und das zieht jetzt weitere Arbeiten nach sich.
Ich muss nämlich alle 30 Spuren neu exportieren, weil die Zeiten der bereits ab­ge­spei­cher­ten Spuren ja jetzt nicht mehr stimmen.

Dies ist aber in Wirklichkeit gar kein Nachteil, denn damit kann ich zwei Verbesserungen verbinden.
Ich hatte die Spuren mit 44,1 kHz und 16 Bit gespeichert, und zwar mit Dithern.

Über Dithern habe ich mich heute noch einmal kundig gemacht.
Wenn digitale Daten in der letzten Stufe der Aufbereitung von 24 Bit auf 16 Bit reduziert werden, z.B, für CDs, werden von den 24 Bit die unteren 8 Bit der leisesten Stellen ein­fach abgeschnitten. Dies kann bei ganz leisen Stellen, z.B. ausklingenden Hallfahnen, zu störenden Verzerrungseffekten führen.

Beim Dithern wird dem Signal ein ganz leichtes Grundrauschen zu gefügt, wodurch der gesamte Pegel ganz leicht und kaum oder gar nicht wahrnehmbar etwas angehoben wird. Dadurch wird bei der Umwandlung von 24 Bit auf 16 Bit beim Abschneiden der unteren 8 Bits der größte Anteil dieses Rauschens beschnitten, aber weniger vom Nutz­signal.

Auf der jetzigen Produktionsstufe macht Dithern aber keinen Sinn. Denn jetzt soll beim Mixing ja auch noch eine Klangbearbeitung und -verbesserung stattfinden, oder auch Dynamikaspekte wie der Einsatz von dynamischen EQs und Kompressoren. Da wäre es eher störend, wenn dieser leichte Rauschpegel vom Dithern an der unteren Wahr­neh­mungs­schwel­le z.B. durch einen Kompressor angehoben und damit hörbar wird.

Also werde ich jetzt die Gelegenheit nutzen, alle Spuren im angepassten Timing mit einer Auflösung von 24 Bit und ohne Dithern exportieren.

Auch wenn die meisten VST-Instrumente selbst nur 16-Bit-Samples haben, die Dynamik hat bei 24 Bit eine größere Auflösung, und eben auch bei der Berechnung der In­stru­men­ten­wel­len­form als Endresultat.
Daher habe ich dann beim Mixing bereits einen feineren Aussteuerungsbereich, wenn ich die Spuren in Studio One neu importiere.

Das Dithern macht erst am Ende der Produktion dann Sinn, wenn die 24 Bit auf 16 Bit heruntergerechnet werden müssen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für den Kommentar! :)

...